Battlefield 1 - Vom Anfang bis zum Casual



Willkommen bei Battlefront 1


Ich erinnere mich gerne an meine Anfänge in Battlefield zurück. 1999 entwickelte Refraction Games das Spiel „Codename: Eagle“ und ebnete für DICE, dass das Studio ein Jahr später aufkaufte, den Weg für das erste Battlefield. Codename: Eagle setzte erstmals auf bedienbare Fahrzeuge und  somit auch den ersten Meilenstein in der Ego-Shooter Szene. Der Grundstein für Battlefield wurde gelegt und Dice nutzte die Refractor Engine von Refractor Games in modifizierter Form für ihre Shooter Battlefield 1942 und Battlefield 2.


Geldgeber EA…

Nachdem DICE Refracion Games aufgekauft hat, stieß EA als potenzieller Geldgeber dazu. Mithilfe der Refractor Engine wurde 2002 Battlefield 1942 auf den Markt gebracht. Das Fundament der Battlefield Serie wurde gelegt: riesige Karten, 64 Spieler und was noch viel wichtiger ist, sind die verschiedenen einsetzbaren Fahrzeuge zu Boden, Wasser oder Luft. Die Ego-Shooter Szene wurde aufgemischt und die Spieler waren begeistert.

Etwa 2 Jahre später, 2004, verlagerte Dice das Setting nach Vietnam. Der Hubschrauber kam dazu und der Eroberungsmodus erlangte immer größer werdende Beliebtheit. Gameplay und Grafik änderten sich nur minimal im Gegensatz zu Battlefield 1942.

2005 kam mit Battlefield 2 dann das moderne Zeitalter. Grafik und Gameplay wurde massiv verbessert. Teamplay und Taktik waren nun das erste mal fester Bestandteil der Battlefield Serie. Das realistisch angehauchte Setting faszinierte die Spielergemeinde. Ende 2006 sprang man ins Jahr 2142 und verlagerte das Setting weit in eine fiktive Zukunft. Anstelle von Panzer kamen nun riesige Roboter zum Einsatz.


Back to the fu… ehm nope

Zurück in der Gegenwart erschienen in den Jahren 2008 und 2010 die Battlefield Ableger Bad Company 1 und 2. Anders als im ersten Teil war Bad Company 2 für alle Plattformen Verfügbar. Größte Neuerung der Serie: Zerstörbare Objekte. Die Bad Company Serie orientierte sich eher an kleinere Maps, bot allerdings zerstörbare Objekte, was neue und nicht mehr wegzudenkende Gameplay Optionen in das Spiel brachte, jedoch auf riesige 64er Maps verzichten musste.

Dies wurde mit Battlefield 3 2011 nachgeholt. Die Zerstörbaren Objekte wurde nochmals verfeinert und dank der Frostbite Engine 2.0 machte die Grafik einen gewaltigen Sprung. Rund ein Jahr später folgte Battlefield 4, eine grundsätzliche Weiterentwicklung. Das neue Prinzip der Umgebungszerstörung wurde eingeführt: Levolution. Trotzdem stand Battlefield 4 lange Zeit stark in der kritik, da es enorm viele Bugs gab. Zum Ende hin jedoch, als so gut wie alle Bugs beseitigt worden waren, war das Spiel nach gut zwei Jahren endlich so spielbar, wie es zum Release hätte sein sollen.

Mit Hardline (Offiziell Battlefield Hardline) versuchte man einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Anstelle von DICE war jedoch ein anderes Entwicklerstudio für das Spiel Verantwortlich. Visceral Games. Der Erfolg war eher gering, was man an den Spielerzahlen gut erkennen konnte. Diese konnten nur teilweise dem vierten Teil der Serie mithalten.


Back to the roots… oder so

Willkommen zurück in der Vergangenheit. Battlefront 1. So heißt der neue Ableger der Battlefield Reihe. Die Entwicklung wurde wieder von DICE übernommen, die in der Zwischenzeit den mäßig erfolgreichen Arcade-Shooter Star Wars Battlefront rausgebracht haben.

Moment mal. Battlefront 1? Dazu später.

Battlefield 1 ist zur Zeit das aktuellste Spiel der Battlefield Reihe und wurde am 21. Oktober 2016 von DICE und EA veröffentlicht. Die Eins bezieht sich auf den ersten Weltkrieg, in der das Setting angesiedelt ist. Mark-V Panzer, Kavalerie, Artillerie, Giftgas und ein in den Vordergrund gezogener Nahkampf. Battlefield 1 macht Laune. Zumindest, bis man von drei Granaten gleichzeitig beworfen wird. Schon wieder. Dazu später.


Was Action und Inszenierung angeht, macht DICE mit Battlefield 1 so einiges richtig. Das Spiel sieht bombastisch aus und manchmal hat man das Gefühl mittendrin zu sein, statt nur dabei. Nur… bei Battlefront halt auch. Manchmal habe man das Gefühl, Battlefield 1 sei nur ein grafisch optimierter Abklatsch von Star Wars Battlefront. Anders ausgedrückt: Battlefield 1 wurde casualisiert. Das bedeutet: Je einfacher ein Spiel, desto mehr spielen es. Es scheint als hätte DICE aus Battlefield Hardline und Star Wars Battlefront nichts gelernt. Nichtsdestotrotz macht DICE mit dem 1er auch sehr vieles richtig. Andererseits brachte DICE mit dem DLC den AMMO 2.0 Patch der ein automatisches Auffüllen von Granaten mitbringt. Ja genau, um den Granatenspam zu unterdrücken.


Laut offiziellen Angaben von DICE sei der Granatenspam um 7% zurück gegangen. Erzähl das mal den drei Granaten, die mal wieder vor meiner Nase liegen. Andere Quellen deuten auch auf ein automatisches Aufmonitionieren der anderen Gadgets hin. Wenn es nach mir geht, sollte selbst die Munition der Panzer erst durch Versorger wieder aufgefüllt werden können. Sollte gegen die Kartenrand Camper ein nützliches Mittel sein. Wie man es nimmt. Der einst fast perfekte Mittelweg zwischen Simulation und Arcade der Battlefield Vorgänger wurde leider zugunsten des Casual-Gamers aufgegeben. Für Simulationsfans wie mir, die neben BF auch gerne Spiele wie bspw. „Squad“ zocken, ein herber Rückschlag.




Quelle: http://karasugames.de/die-geschichte-der-battlefield-serie/

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